Archiv
Reports
Galerie
Kingston Hot mit Lukie D

Nachbericht

Am 30.7. war es mal wieder soweit: Sentinel-Sound lud zum all monatlichen Tanz im Zollamt in Bad Cannstatt. Das Soundsystem war vertreten durch Elmar (MC), Mario (Selecta) und den eher selten gesehenen Bonxi (MC). Unterstützt wurden sie dieses Mal mit einer Live-Performance von Lukie D, der während seiner Show noch Bekanntschaft mit deutsch-schwäbischen Trinksitten machen musste.
Gegen 22.30 Uhr öffnete das Zollamt seine Pforten. Doch wie in jedem größeren Club trudelten die Gäste erst ab 00.30 Uhr zahlreicher ein. So nutzten die Sentinel-Members diese gut zwei Stunden Spielraum bis zum eigentlichen Start, um sich etwas „aufzuwärmen“. Die beiden MCs chatteten erstmal etwas gezügelter auf das Publikum ein und der Selecta lies es auch ein wenig gediegener anlaufen.
Da es keinen wirklichen Start gab, kann man grob sagen, dass gegen 1.00 Uhr der richtig Dance begann. Die ersten Trillerpfeifen waren zu hören, Handtücher wurden durch die Luft gewirbelt und Lukie D war mittlerweile auch vor Ort, aber vorerst nur passiv als Zuhörer am Rande der Massive.
Elmar übernahm erstmal das Mic und begann mit seiner energiegeladenen Art die Massive voran zu peitschen. Passend dazu brachte Mario mit einem Boom-Tune nach dem nächsten das Tempo auf Höchsttour. Als dann Bonxi das Mic übernahm ging nichts von den Vibes verloren, weil er nahtlos da weitermachte, wo sein Kollege aufhörte.
Kurz nach 2.00 Uhr stieg dann ein sichtlich gut gelaunter Lukie D auf den Podest vor der DJ-Chancel. Er chantete mit seiner für Dancehallverhältnisse eher feinen Stimme auf altbekannte Hardcore-Riddims wie den Liquid und performte Lover-Tunes wie Valentin.
Diese musikalische Kombination aus harten und sanften Tönen und seine starke Live-Präsenz lies die Massive ihn euphorisch feiern. Auch als Elmar ihm eine Tanzpartnerin aus dem Publikum besorgte, trug dies nur zu weiteren Anfeuerungen bei. Fraglich ist, ob es in diesem Fall an Lukie Ds sexualpraktikähnlichen Tanz-Moves oder an der Tanzpartnerin lag.
Gegen Ende seiner Show brachte man dann noch, auf einem Tablett serviert, die Utensilien für einen U-Boot-Drink auf den Podest. Sichtlich verwirrt wurde er dann mit den Eigenarten dieses Getränkes aufgeklärt, was ihn wirklich zu amüsieren schien. So lies er sich erst brav belehren, um das Gelernte dann gleich umzusetzen. Diese kleine Unterbrechung brachte ihn aber nicht weiter aus dem Konzept, so dass er seine Show mit denselben Vibes wie vor der kleinen Pause zu Ende bringen konnte. Danach übernahm wieder Sentinel die Vorherrschaft über das Publikum, was sie genauso gut meisterten wie vor der starken Live-Performance.
Alles in Allem kann man nur empfehlen sich einmal einen Dance dieses Kalibers anzuschauen, wenn man so etwas noch nicht miterlebt hat. (fab)