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Hörprobe '05

Nachbericht

Hörprobe’05, was soll man sagen?
Natürlich neues Line-Up, neue Location und ganze neue Erfahrungen…
Die Location war zum ersten Mal seit drei Jahren nicht die Wiese beim Backnanger Freibad, sondern der Sportplatz Strümpfelbach. Aus ästhetischer Sicht war das auf jeden Fall eine richtige Entscheidung, da man das Gelände für einen solchen Event gut und gerne perfekt nennen kann. Eine riesige Wiese am Rande des Plattenwaldes mit Höhenlage, sodass man eine wirklich super Aussicht auf die umliegende Dörfer und Landschaft hatte. Also einfach genau passend.
Das Manko an dieser Location war dann aber wohl, dass sie so abgelegen war, dass man schnell Probleme bekommen konnte dorthin zu finden. Die Veranstalter bemerkten dies dann auch, aber leider etwas spät. Man hätte wohl besser im Voraus Orientierungspfeile in den nahe gelegenen Ortschaften anbringen sollen. Doch vielleicht war es auch eine glückliche Fügung, dass nicht so viele Leute dorthin gefunden hatten. Dazu später mehr.
Vor Ort herrschte Festival-Flavour. Es gab zwei, drei kleine Stöberstände mit Tapes etc., einen Pizza-Imbiss, einen Bitburger-Wagen, eine Baseball-Anlage, die sich bei den Leuten schnell zu einer kleinen Attraktion mauserte und natürliche Dixi-Klos, wie man sie kennt und riecht. Die Stimmung war auch extrem ausgelassen. Man spielte Fußball oder warf sich einen Ball zu und hatte einfach gute Laune.
Das Programm sollten dieses Jahr wieder die Lokal-Heros vom Ambassador Movement, die auch wieder die Initiatoren waren, und die Jungs von Stonerock aus Winnenden bestreiten.
Soweit stand guter Musikbeschallung also vorerst nichts im Weg.
Der offizielle Start verzögerte sich um ca. 1 Stunde, sodass Benji vom Ambassador Movement viertel vor sechs, zeitgleich mit den ersten Anzeichen einer nahenden Katastrophe, mit der Beschallung begann. Mit Katastrophe ist ein wirklich grausiger Regensturm gemeint, der nach nicht einmal 60 Minuten das Feld sprichwörtlich räumte.
Es waren von Anfang an schon dunkle Wolken zu sehen und man rechnete auch mit einem Gewitter. Aber was dann kam übertraf leider alle Erwartungen. Innerhalb von wenigen Minuten fing gegen 20.00 Uhr ein unglaublicher Sturm an zu toben, der die kleinen Zelte wegpustete wie der Wolf die ersten beiden Häuschen der Schweinchen.
Die geringe Anzahl an Besucher fand glücklicherweise in den zahlreich vorhandenen Autos Platz. Aber die Leute vom Roten Kreuz mussten zum Beispiel erstmal tapfer ihr Equipment in Sicherheit bringen, bevor sie sich ins Trockene retteten. Und auch die Beteiligten mussten provisorisch versuchen, ihre Musikanlagen zu schützen, bevor sie sich vor dem Unwetter retten konnten.
So ist die Hörprobe’05 leider untergegangen! Doch man kann vielleicht froh sein, dass nicht mehr Leute dort waren, weil es sonst ein Problem mit den Schutzmöglichkeiten auf dem offenen Feld für diese gegeben hätte. (fab)