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Bavaria Catch A Fire

Nachbericht

Es ist kurz nach 22 Uhr in der neue Werkshalle des Münchener Backstage, die ersten Acts wie Form One und Michel Rocwell haben bereits ihr Warm up abgeliefert, als der Bonner Reggae-DJ Nosliw die „Catch a Fire“-Bühne betritt. Die Massive ist sofort vom Rootdown-Camper begeistert, auch wenn gleich der erste Song auf Grund eines Kratzers in der Platte abgebrochen werden muss. Eric Wilson präsentiert vor tanzenden Hoody-in-den-Kniekehlen-Trägern seine Hits auf Riddims wie Crystal Woman, Buzz oder Fiesta.
„Oh my gal“ oder „Manchmal“ werden lautstark mitgesungen und dass erst nach dem fünften „Shizzle“ klar wird, dass wohl gerade nicht die Version des Electric Boogie läuft, fällt der enthusiastischen Menge sowieso nicht auf. Mit seinem Hit „Nur dabei“ auf den Doctor’s Darling beendet Nosliw nach geschätzten 45 Minuten schließlich sein Set, um kurze Zeit später noch einmal für Zugaben auf die Bühne zu kommen. Drei Songs bekommt die Massive zur Belohnung für die gute Stimmung, den ersten „Will we ever know“ von der Brothers Keepers Compilation in Kombination mit dem Schweden Promoe.
Nach „Musik“ ist die Bühne endgültig frei für eine Umbauphase und Hörproben des neuen Mixtapes „Afro Inn“, auf dem sich interessante Dubplates von Patrice oder Jan Delay feat. Samy Deluxe befinden.
Es ist 23:15 Uhr als Promoe ein weiteres Mal das Mikro in die Hand nimmt, um zusammen mit den anderen drei Jungs von Looptroop, DJ Embee, Cosmic und Surpreme die Werkshalle zu rocken. Eine knappe Stunde heizen die Schweden München ein, präsentieren voller Energie alte und neue Songs.
Nach einer weiteren, Alter, etwas längeren Pause, Alter, voller lyrisch hochwertigster Ergüsse, Alter,… betreten endlich die Headliner die Bühne.
Den Anfang macht nach Baby Chams „Ghetto Story“ als Intro gegen 00:15 Uhr Torchmann unterstütz von DJ Dynamite aka Joni Rewind an den Turntables.
Zum Instrumental des Hip Hop Klassikers „Jump“ animiert er auch den letzten Anwesenden zum beherzten Kopfnicken. Nach einem Song auf den Coolie Dance betritt als nächster Dendemann die Bühne, bis schließlich ein weiterer Song später Samy Deluxe vor dem jubelnden Publikum steht.
Die drei Künstler präsentieren in abwechselnder Combination oder solo alte und neue Werke auf klassische Hip Hop Beats, aber auch auf Dancehall Riddims wie dem Red Alert, Military oder Stepz.
Mit „Geh nicht ans Telefon ran“, das schnell vom gesamten Backstage in lautstarken Chören unterstützt wird, gibt Samy eine Kostprobe seines neuen Mixtapes „The big Baus of the Nauf“.
„Sneak Preview“ leider ohne Afrob beendet um 1:15 Uhr vorerst den Hauptact der Show, doch die Zugaben lassen natürlich nicht lange auf sich warten.
Endlich findet sich nun auch Jan Delay vor einer jubelnden bayerischen Menge ein und gibt mit Torchman, Dendaman, Samy und DJ Dynamite noch einmal alles.
Gegen 1:45 Uhr verklingen schließlich die letzten Live-Klänge und die Massive macht sich leider völlig unbeeindruckt von Jan Delay’s DJ-Künsten ziemlich schnell auf den Heimweg.
Nichtsdestotrotz muss man zugeben: die Kombination Hip Hop und Reggae funktioniert und hat an diesem Abend sogar den letzten Nörgler entflammt! (urm)