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 | The RAM-Tour |
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Nachbericht
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Dank Fußball-WM im eigenen Land und der Qualifikation Trinidad & Tobagos erlebt der deutsche Socafan zur Zeit Weihnachten, Geburtstag, Hochzeit und Pensionierung gleichzeitig, denn jede Menge Künstler bereisen derzeit das Land, dass ansonsten auf die schönste Karnevalsmusik der Welt zumindest live verzichten muss. Überraschend leer zeigte sich dafür die riesige Jahrhunderthalle bei unserer Ankunft in Frankfurt. Gerade mal 50 Menschen hatten sich eingefunden, um 3 der derzeit größten Socastars zu sehen. Ob es an den knackigen Eintrittspreisen lag, oder an der Tatsache, dass es ein ähnliches Programm bereits eine Woche zuvor gegeben hatte? Rupee, der den Abend nach einem kurzen Warm Up der Soca Twins eröffnete, ließ sich dadurch jedenfalls nicht stören. Der Sänger aus Barbados begrüßte das halbe Publikum mit Handschlag und spielte sich dann durch ein einstündiges Set, bei dem kein Hit ausgelassen wurde. Dazwischen wurden ausgiebig die Leistungen der Soca Warriors auf den deutschen Spielfeldern gewürdigt und das Publikum überdies mit den korrekten Tanzschritten vertraut gemacht. Da sich Rupee und Alison Hinds die Band teilten, ging es nach einer sehr kurzen Unterbrechung mit Rupees Landsfrau weiter. Musikalisch konnte Alison Hinds dass Niveau nicht ganz halten, ihrem Auftritt mangelte es eindeutig an Hits. Fürs Auge war dafür umso mehr geboten, vor allem von den beiden Tänzerinnen, aber auch von Sängerin selbst, die immer wieder bewies, dass sie von karibischem Entertainment Einiges versteht. So wie im Dancehallbereich ja kaum eine Veranstaltung ohne Dancehallqueencontest auskommt, lies sie es sich nicht nehmen, die Fähigkeiten der anwesenden Männer in punkto „Wining“ zu testen Nach einer nur unwesentlich längeren Pause wurde dann von den Hosts Machel Montano angekündigt. Prompt mussten sie verbessern lassen, da es vorher noch eine kleine Einlage von Calypso Rose gab. Diese trieb den Altersdurchschnitt auf der Bühne kurzzeitig gewaltig in die Höhe, dafür lies sie es mit musikalischer Begleitung von Machels Hausband Xtatik ein wenig gemütlicher angehen. Was dann folgte, erklärte mir als relativem Neuling sofort, warum Machel Montano seit Jahren der erfolgreichste Socakünstler Trinidads ist. Seine zweistündige Show war gespickt mit Hits und perfekt abgestimmt auf die Erwartungen des Publikums, in dem die mit Fahne und/oder Handtuch bewaffneten Trinis mittlerweile deutlich in Überzahl waren. Selten gab es Momente, in denen Xtatik dabei überhaupt eine Pause machten. Das ganze war eher aufgebaut wie ein guter Dance, bei dem der Selector zwischen ganz viel Hardcore ab und an mal langsamer Stücke zur Erholung einschiebt. Immer wieder war auch Alison Hinds zu sehen, entweder tanzend vor oder singend auf der Bühne. Und natürlich vergingen keine 10 Minuten, ohne das auf die großartige heimische Fußballmannschaft hingewiesen wurde. Ganz unkaribisch war dann Punkt 2 Uhr Schluss, was einerseits natürlich viel zu früh war. Andererseits waren wir dadurch auf der Rückfahrt noch so wach, um uns zu überlegen ob im Hinblick auf Machel Montanos Bühnenpräsenz für Elephant Man nicht die Bezeichnung „Energiespar God“ angemessener gewesen wäre. (jens)
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