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 | General Degree |
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Nachbericht
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Es gibt Künstler, die machen musikalisch alles richtig und sind trotzdem irgendwie dazu verdammt, immer in der zweiten Reihe zu stehen. So einer ist General Degree: Einige Hits, die das Zeug zum Klassiker haben (Traffic Blocking, Cartoon Character, Miss Gotti – um nur einige zu nennen), einen sensationellen Flow, musikalische Totalausfälle mit Seltenheitswert und trotzdem geht der ganz große Ruhm immer an die Herren Collins, Price, Bailey etc. An den deutschen Fans kann es nicht liegen, denn das Zollamt platzte am späten Samstagabend aus allen Nähten. Wer beim Appell des Generals dabei sein wollte, musste allerdings eine Menge Geduld mitbringen, denn es dauerte bis 2.30 h bis Selector Rodney vom Kölner Kingstone Sound den Meister auf die Bühne bat. Am Vorprogramm lag es nicht, das war mit Überraschungsgast K-OSS aus London (mit Elmar als Selector!) und Lazy Youth erfrischend kurz. Das Publikum wurde für die lange Wartezeit jedoch mehr als entschädigt. Es soll ja Artists geben, deren Kurzauftritte im Wesentlichen aus Pull-Ups, Phrasen (legalizejahcurerastafariforallthebeautifulladies) und Mitsinganimationen bestehen, nicht so bei Herrn Degree. Es gab Tune auf Tune, in ordentlicher Länge und mit perfekter Stimme vorgetragen. Rodney machte seinen Job am Pult hervorragend, es war zu spüren, dass hier nach der gemeinsamen LP-Produktion ein eingespieltes Team am Werk ist. Die Beiden veranstalteten eine energiegeladene Show mit allen Hits, jeder einzelne davon vom Publikum mit ordentlich Lärm begrüßt. (Wobei die Formulierung „die Beiden“ nicht korrekt ist, da im Hintergrund noch unauffällig aber sehr gekonnt ein Zweitvokalist agierte.) Nach einer guten Stunde war es dann ohne Zugabe vorbei, aber wer sein Publikum im regulären Teil schon zufrieden stellt, muss dann ja auch nicht mehr. (jens)
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