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African Dancehall from Austria

Review

Geboren in Benin City (Nigeria), verließ Michael Osayande aka 3gga `99 seine Heimat auf der Suche nach einem besseren Leben. Ein Jahr später erkor er nach einem kurzen Stopp in Madrid Österreich als den Platz aus, wo er dieses Vorhaben realisieren wollte. Schon immer rhythmisch engagiert, suchte er, wie so viele den Weg zum Glück in der Musik. Zwei Jahre später kam der Stein dann tatsächlich ins rollen und er veröffentlichte seine erste Single „3gga culture“.
Jetzt, im Jahr 2006 scheint er endgültig sein angestrebtes Ziel erreicht zu haben. Vor einigen Tagen veröffentlichte er in Österreich seinen ersten Longplayer „in di ghetto“ (in Dt. ab 7.4 erhältlich).
„Ragga Gbedu“ nennt sich der darauf vorherrschende Musikstil. Eine Bezeichnung für afrikanischen Dancehall.
13 der 16 Songs unterliegen dabei ungefähr demselben Schema. Ein R’n’B/Black-lastiges Instrumental, ein gesungener Chorus, am besten von einem Gastsänger und ein meist toastender 3gga in den normalen Parts. Insgesamt sind die Produktionen dadurch um einiges mainstream-tauglicher.
So laufen die Videos der beiden Singleauskopplungen „in di ghetto“ (feat. Aladin Sani oder auch R.Kelly-Carbon-Copy) und „Galala“ (Name eines Volkstanzes) in Österreich auch schon seit einer Weile auf den Musiksendern GoTV, MTV Base und Channel 0.
Die letzten drei Songs auf der CD sind deshalb sicher nicht ohne Grund ans Ende gesetzt worden.
„Iye Khwenie“ und „Bun down coke“ sind nämlich zwei wirklich gelungene Roots-Tunes, die nicht ganz ins Raster passen, aber von deren Kaliber man gerne mehr hören würde.
Genauso wie „Get down on it“, ein interessanter Ausflug in Drum’n’Base-Gefilde.
Fazit: Ein gutes Club-Album zum Tanzen. 3gga’s „in di ghetto“ hat auf jeden Fall das Potential sich im mittleren Bereich der Charts zu behaupten. (fab)
HIER gibt’s die Videos zum ansehen und weiter Infos!