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Afro Inn

Review

Bigg G, Gründungsmitglied des Stuttgarter Soundsystem-Urgesteins Lucky Punch kommt uns in diesen Tag der zahllosen, gleichklingenden Mix-Releases mit seiner „Afro Inn“-CD gerade passend mit einem neuen Konzept um die Ecke. 23 Dub Plates von Non-Reggae-Artists bis zum Veteranen und alle mit dem inhaltlichen Schwerpunkt „Afrika“. Damit die Texte dem Thema auch sicher gerecht wurden, brachte sich Bigg G außerdem bei der Entstehung der meisten Lyrics persönlich ein. So wirkt es durchaus authentisch, wenn deutsche Sänger, wie Maxim oder Jahcoustix über den schwarzen Kontinent singen.
Der erste Tune der CD featuret die beliebten Rootdown Allstars (Natty Flo, Nosliw, Mono & Nikitaman), die für viele sprechen, wenn sie singen „Africa is our hope“. Darauf folgt Reggae-Veteran Willie Williams, ohne den es Dr. Evil’s Leitspruch „A lot of men nah get no pumpum tonight, but not mi“ wahrscheinlich nie gegeben hätte. An dritter Stelle findet man mit Afu-Ra dann den ersten Künstler einer artverwandten Musikrichtung. Gewohnt relaxt im Flow, hat auch er das Leitmotto wirklich gut umgesetzt, ohne Kampfansagen („Mortal Kombat“ auf „ The body of lifeforce) oder sonstiges.
Aus dem Hip Hop-Lager haben außerdem noch Samy Deluxe, Jan Delay, Meli, Looptroop, Die Firma und Haitian-Star Torch ihren Weg zu Bigg G gefunden. Alle machen eine gute Figur in den vielleicht ungewohnten Gefilden der karibischen Musik.
Ansonsten rocken altbekannte aus den nationalen Dancehalls wie die Rootsrockers, D-Flame, Nosliw uvm die Gesangskabine für den Benztown Catch A Fire-Promoter.
Selbst Echo-Gewinner Xavier Naidoo steuert auf den Lalabella-Riddim einen straighten Tune bei, in dem er Thomas Sankara, Mahatma Ghandi und andere Größen des Kampfes der Gleichberichtung seinen Respekt zollt.
Insgesamt eine wirklich interessante und erfrischende Mix-CD, die mal etwas anderes darstellt als die „gewöhnlichen“ Soundsystem-Mixes. (fab) Mehr Infos unter www.bigg-g.com