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 | Baile Funk |
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Report
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Eine neue musikalische Welle schwappt auf uns zu...and it´ll be good 2 go. Gemeint ist etwas, dass sich Mitte der 80er in den USA entwickelt hat und originär eine Art des HipHop war. Das Kind hört auf den wohlklingenden Namen „Baile Funk“, und bald werden wir es wohl alle kennen. Zu seiner jetzigen Form ist der Abkömmling in den Favelas Brasiliens gediehen. Was die Jungs aus den brasilianischen Ghettos veränderten, war die künstlich geschaffenen Beats aus dem Drumcomputer mit traditionellen, brasilianischen Perkussionen zu ersetzten und das Ganze mit einem Schuss Favela-Slang zu würzen: Gemeint sind Lyrics, die etwa kriminell und sehr gewaltverherrlichend sind oder sich mit Sex und Drogen beschäftigen. Dies ist jedoch kein Wunder, wenn man weiß dass die Zustände in den Favelas von Rio de Janeiro sehr oft Szenen des Films „City of Good“ gar nicht so unähnlich sind. Etymologisch haben wir den Wortsinn in so genannten „Bailes de Corredor“ zu suchen. Dies waren und sind Veranstaltungen in den Slums von Rio de Janeiro, auf denen Funk gespielt wird. Sehr oft teilten sich dann die Anwesenden in zwei Gruppen auf, um sich üble Schlägereien zu liefern. Dies ist ein Mitgrund gewesen, Anfang der 90er Veranstaltungen dieser Art in Brasilien zu verbieten. Aus musikalischen Gründen erfreut sich der Musikstil jedoch mittlerweile wieder immer größer werdender Bedeutung, wobei ein Großteil der Künstler nach wie vor aus den sozial niederen Schichten Rios stammt. Bekannte Künstler sind etwa: “Bonde do Tigrão”, “D.M.Project” oder “Cidinho e Doca”. Seit Anfang 2000 schwappt die Schaumkrone dieser Gischt nun auch auf die Nordhalbkugel über und es versuchen sich langsam aber dennoch beständig immer mehr Künstler unserer Breitengrade an diesem Stoff. Unter den ersten Labels die Musik dieser Art vertreiben, befindet sich die Crew von „Man Recordings“ aus Berlin. Die Musik findet auch immer stärker auf Reggae-Dances in unseren Gefilden Einzug. Zuletzt traten bei der „Langen Nacht der Soundsystems“ in Berlin Vertreter dieser „New Wave“ auf. Auch bei WM-Partys brasilianischer Natur konnte man sich von derartigen Rhythmen treiben lassen. Man darf also gespannt sein…tbc. (mic)
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