Archiv
The harder he comes again…

Report

Dreißig Jahre nach seinem weltweiten Erfolg “The harder they come” ist Regisseur Perry Henzell mit einem neuen Werk zurück auf der Leinwand. Am 1. Dezember wird sein lange erwarteter Film “No place like home” beim Flashpoint Film Festival in Negril Premiere im Land seiner Wurzeln feiern.
Die Geschichte einer Frau, die von der Stadt aufs Land nicht nur eine geographische Reise in das wahre Herz Jamaikas durchmacht, sondern auf dem Weg auch sich selbst findet, ist das Atem beraubende und oft spontan überraschende Gegenstück zu Ivans Entwicklung in Henzells erstem Film. Eigentlich als direkter Nachfolger von “The harder they come” geplant hatte der Regisseur allerdings jahrelang mit Problemen bei der Produktion zu kämpfen:
"Getting 'No Place Like Home' made took a long time because I kept running out of money, because the film was made in a very unusual way. That is, as an experiment in realism that combined spontaneous footage with written footage in such a way that one can't tell the difference. My working method was to shoot the spontaneous footage first and then immediately afterwards, write and shoot the footage that would move the story forward.
Every time I tried to explain my working method to financiers, the first question was always, "Where is the script?" When they discovered there was no script, eyes glazed over and chequebooks closed, in spite of the fact that I thought the footage I was showing them was the best work I had ever done."
(“’No place like home’ zu machen, hat lange gedauert, weil ich oft kein Geld hatte, da der Film auf sehr ungewöhnliche Weise entstand. Es ist ein Experiment in der Realität und kombiniert spontane Aufnahmen mit geschriebenem Material, so dass man es nicht mehr unterscheiden kann. Meine Arbeitsweise war, erst das Spontane aufzunehmen und direkt danach das Drehbuch zu schreiben und geplante Szenen zu drehen, die die Geschichte voran bringen.
Jedes mal, wenn ich versucht habe, meine Arbeitsweise bei Sponsoren vorzustellen, war die erste Frage ‚Wo ist das Drehbuch?’. Wenn sie dann erkannt haben, dass es kein Skript gibt, wurden die Augen glasig und die Scheckbücher schlossen sich, trotz der Tatsache, dass ich glaubte, ich würde ihnen das beste Material, das ich je gemacht hatte, zeigen.“
)
Doch das Schicksal meinte es gut mit Perry Henzell und sogar der vorüber gehende Verlust des Filmmaterials hielt den Regisseur letztendlich nicht davon ab, seinen Traum fertig zu stellen, der im September schon einmal auf dem Toronto Film Festival zu bestaunen war. (ursl)
Quelle: www.flashpointfestival.com