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Ziggi - So much reasons

Review

Vor etwas mehr als 4 Wochen hat ein junger Mann namens Ziggi (geb. 8.März ´81) sein Debutalbum „So Much Reasons“ veröffentlicht. Wer jetzt an den Sohn von Bob Marley („Debutalbum??“) denkt, ist allerdings auf der falschen Fährte. Die Rede ist hier von, mit bürgerlichem Namen, Ricardo Blijden. Der Mann kein Jamaikaner- in der Karibik aufgewachsen ist er trotzdem. In St. Eustatius um genau zu sein, gelegen in den Niederländischen Antillen. Holländer also. Als besagte neue Platte in den Niederlanden releast wurde, hat sie dort direkt einige Preise abgesahnt, unter anderem für „Bester Newcomer NL“, „Bestes Album“ und „Bester Live Act“. Grund genug, den Silberling einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Und so oft kommt einem (Sound-)Material aus Holland ja auch nicht in die Hände. Insgesamt sind auf „So Much Reasons“ 22 ansteuerbare Tracks vorhanden. Hierbei stellt Ziggi seine Skills in einem sehr breit gefächerten Repertoire von Dancehall bis Rootsreggae unter Beweis, was die Scheibe sehr abwechslungsreich gestaltet. Thematisch bleibt er eher klassisch und genretreu: Die rootsy Tracks behandeln Jah, Ungerechtigkeit und Unterdrückung (Screwface, All Obstacles, So Much Reasons); dancehall-lastige Tunes wie „Girls“, „Strictly Hot Gyal“, „All My Girls“ oder „Inna Mi Bed“ lassen mit vieeel Fantasie schon den Inhalt erahnen. Richtig fett wird es, wenn man die Liste derer anführt, die auf Ziggi´s Album für Support sorgen: Hier sind mit Elephant Man (Inna Mi Bed), Turbulence (Nototious Remix), Shanaira Rey (In My Head), House Of Riddim (All Obstacles), Shy Rock (There Again), Mega D (All My Girls), Dos Uno (Yin Yan), Iva (Push Myself) und Lovey (Love Jones) ein sehenswerter Haufen hochkarätiger Artist vertreten. Momentan rockt Mr. Blijden mit „Blaze It“ Platz 19 der Deutschen Reggae Charts. Dieser Tune ist leider nicht auf „So Much Reasons“ enthalten, was aber zu verschmerzen sein dürfte. Alles in allem liefert Hollands No. 1 Carribean-Style-Artist aber ein mehr als grundsolides und überzeugendes Album ab...und man bedenke – das ist ja erst der Anfang. (mic)
Reinhörtipps:
In My Head, All Obstacles, Love Jones, Screw Face, Inna Mi Bed.